Bergung eines 300 Tonnen Trawlers in Pula

Eigentlich sollte der “Stapellauf” eines Schiffes ein erfreuliches Ereignis für dessen Eigner sein. Doch im Falle des 300 Tonnen Garnelen-Trawlers “Elizabeth Anne” wurde es leider zu seinem Albtraum.

Das 26 Meter lange Schiff, gebaut im Auftrag eines irischen Reeders von der Tehnomont Werft in Pula, hing gerade in den Gurten eines Travellifts der benachbarten Avangard Shipyard, als eines der Windenseile plötzlich riss und es mit dem Bug voran in das Liftbecken stürzte.

Trotz aller eingeleiteten Versuche, das Schiff noch zu sichern, rutschte es kurz darauf auch aus den Gurten am Heck, trieb ein Stück hinaus und versank schließlich im Hafenbecken.

Zumindest aber konnte dank der eingebauten Sicherheitsventile und der schnellen Reaktion der Hafenbehörden verhindert werden, dass es zu einer Umweltkatastrophe durch die an Bord gebunkerten 2 Tonnen Diesel und Hydrauliköl kam.

Warum das Seil des Travellifts riss, ist noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Abgenommen war er jedenfalls für eine Traglast von 500 Tonnen und damit mehr als ausreichend.

Geborgen wurde das Schiff schließlich im Laufe der letzten beiden Tage durch eine koordinierte Aktion der  EMERGENSEA Crews Pula, Zadar, Split und Mljet, wobei  dank unserer innovativen “Refloating” Methode keine größeren Zusatzkosten durch teure Kraneinsätze erforderlich war.

Wenngleich wir mit allen Betroffenen mitfühlen, so sind wir doch gleichzeitig stolz, diesen herausfordernden Einsatz so gut gemeistert zu haben. Wir hoffen, dass wir damit einen Beitrag leisten konnten, um den entstandenen Schaden für die Versicherungen, die betroffenen Werften und den Eigner soweit es ging zu begrenzen.

Galerie: Bergung eines 300 Tonnen Trawlers durch EMERGENSEA